Das Pallasseum im Fokus der Öffentlichkeit


Besucher

Das Pallasseum ist dank jahrelanger intensiver Bemühungen der Eigentümergesellschaft Pallasseum Wohnbauten KG heute zu einem Vorzeigeprojekt des sozialen Wohnungsbaus in Berlin geworden. Nachdem die Wohnanlage in den 1980er und 90er Jahren heftiger Kritik ausgesetzt war, melden sich heute immer mehr Besucher, um sich über das Gebäude, seine Architektur, aber auch über die erfolgreichen administrativen Maßnahmen, die zur 'Wiederauferstehung' des Pallasseums beigetragen haben, zu informieren. In den letzten Jahren statteten nicht nur der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, sondern u.a. auch die dänische Sozialministerin Henriette Kjær und der stellvertretende Bürgermeister Helsinkis, Hannu Penttilä, dem Pallaseum einen Besuch ab, um sich eigens ein Bild der Wohnanlage zu machen.




Besuch des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, 2010 (Quelle: aperçu Verlag, H. Baumann)




Ausstellungseröffnung im Kaffeeklatsch, dem hausinternen Mietertreffpunkt, 2007 (Quelle: Susanne Wolkenhauer)



Aufbau

Die Eigentümergesellschaft Pallasseum Wohnbauten KG zählt momentan 16 Mitarbeiter: Hauswarte, Handwerker und Verwaltungsangestellte betreuen das Gebäude und seine Bewohner sowohl auf funktionaler als auch auf administrativer Ebene. Die Mieter selbst sind in einem Mieterbeirat organisiert. Im vom Mieterbeirat und dem Quartiersmanagement ins Leben gerufenen und von der Eigentümergesellschaft getragenen Bewohnertreff 'Kaffee Klatsch' werden neben dem obligatorischen Kaffee und Kuchen auch eine Vielzahl von Aktivitäten angeboten, darunter Deutschkurse, Tanzgruppen, Schachzirkel, etc. In den letzten zehn Jahren war das Pallasseum außerdem immer wieder Ausgangspunkt und Ziel kultureller und künstlerischer Projekte, wobei die Pallasseum Wohnbauten KG diese Aktivitäten stets offen und auch mit finanziellen Mitteln unterstützt hat. Einige sollen hier kurz vorgestellt werden.


Der Berliner Bär vor dem Büro der Pallasseum Wohnbauten KG, Pallasstr. 3



Brandenburger Tor im Look des Pallasseums

Im Jahr 2002 wurde das Brandenburger Tor im Rahmen einer Grund-Sanierung mit einer mit der Fassade des Pallasseums bedruckten Plane verhüllt. Auf diese Weise trafen am Pariser Platz in Berlin-Mitte zwei sehr unterschiedliche Baustile aufeinander, welche die ganze Bandbreite Berliner Stadtkultur aufzeigten. Diese für viele Bürger äußerst provozierende Aktion war vom mittlerweile verstorbenen bildenden Künstler Michel Majerus ersonnen worden, der für seine Arbeit, Tradition und Massenkultur konfrontativ gegenüberzustellen, bekannt geworden ist. Für das Pallasseum war dieses 'Gipfeltreffen zweier architektonischer Fixpunkte der Hauptstadt' (Berliner Morgenpost) beste Werbung und half, die Wohnanlage einem touristischen Publikum nahezubringen und ihr Image weiter zu verbessern.



Das Brandenburger Tor verhüllt mit der Fassade des Pallasseum, 2002 (Quelle: Pallasseum Wohnbauten KG)



Das Brandenburger Tor verhüllt mit der Fassade des Pallasseum, 2002 (Quelle: Susanne Wolkenhauer)



Fußball-Weltmeisterschaft 2006

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wartete das Pallasseum mit einer besonderen Aktion auf, die das WM-Motto 'Die Welt zu Gast bei Freunden' aufgriff. Die der Potsdamer Straße zugewandte Fassade des Hochhauses wurde mit allen Flaggen der an der WM teilnehmenden Nationen und der bisherigen Weltmeister behängt. Zusätzlich wurden ein Spruchband zur Begrüßung der WM-Gäste in Berlin und weitere Flaggen der Nationen, von denen Angehörige im Haus leben, an den Balkonen angebracht. Viele nationale und internationale Besucher waren begeistert. Sie fotografierten das Gebäude und trugen sein Konterfei somit hinaus in die ganze Welt.



Die Fassade des Pallasseum zur WM 2006 in Deutschland, 2006 (Quelle: Susanne Wolkenhauer)



Das Projekt 'Von Innen nach Außen'

Der Künstler Daniel Knipping (http://www.daniel-knipping.de/) wandte sich 2009 mit einer Idee an die Pallasseum Wohnbauten KG, die – begeistert aufgenommen und mit viel Einsatz und in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und dem Stadtteilverein Schöneberg e.V. ausgeführt – zu einer weiteren Verschönerung der Fassade des Pallasseum beigetragen hat: Die auf vielen Balkonen angebrachten Satellitenschüsseln wurden mit Bildmotiven bedeckt, die von den Bewohnern selbst gestaltet oder ausgesucht werden konnten. Die Fassade erhielt so eine bunte Ausgestaltung, die den individuellen Eigenarten der Bewohner Rechnung trug und bis heute das Erscheinungsbild des Pallasseums prägt.

Der Künstler Daniel Knipping (http://www.daniel-knipping.de/) wandte sich 2009 mit einer Idee an die Pallasseum Wohnbauten KG, die – begeistert aufgenommen und mit viel Einsatz und in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und dem Stadtteilverein Schöneberg e.V. ausgeführt – zu einer weiteren Verschönerung der Fassade des Pallasseum beigetragen hat: Die auf vielen Balkonen angebrachten Satellitenschüsseln wurden mit Bildmotiven bedeckt, die von den Bewohnern selbst gestaltet oder ausgesucht werden konnten. Die Fassade erhielt so eine bunte Ausgestaltung, die den individuellen Eigenarten der Bewohner Rechnung trug und bis heute das Erscheinungsbild des Pallasseums prägt.

(Überzieher Satellitenschüssel) ( Bowlcap Video) ( Bowlcap Facebook)




Eröffnung des Projekts 'Von Innen nach Außen' von Daniel Knipping, 2009; Künstler Daniel Knipping, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Geschäftsführer Klaus-Peter Fritsch (Quelle: Susanne Wolkenhauer)




Das Projekt 'Von Innen nach Außen' von Daniel Knipping, 2009; Ansicht der Fassade des Pallasseum (Quelle: Daniel Knipping)



Pallasseum Portraits

Die bisher jüngste Aktion, die in enger Zusammenarbeit des Quartiersmanagements mit der Pallasseum Wohnbauten KG zustande kam, nennt sich 'Pallasseum Portraits' und wurde von fünf Studenten der FH Potsdam 2011 initiiert. Dabei handelt es sich um ein Foto-Projekt, das zum Ziel hatte, allen Bewohnern des Pallasseums die Möglichkeit zu bieten, ein persönliches Porträt von sich selbst, ihrer Familie, Freunden, etc. anfertigen zu lassen. Viele nahmen dies begeistert auf und ließen sich in den improvisierten Foto-Studios im 'Kaffee Klatsch' oder im Durchgang Pallasstr. 6 fotografieren. Einige der Ergebnisse waren zu Jahresbeginn 2012 dann auf der Galerie des Pallasseums über der Pallasstraße als großformatige Poster zu betrachten. Außerdem wurde eine Auswahl der Arbeiten im Rahmen zweier Ausstellungen – in der Galerie Walden in der Potsdamer Straße und später im Rathaus Schöneberg – der Öffentlichkeit vorgestellt.




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Eröffnung der Ausstellung 'Pallasseum Portraits' im Rathaus Schöneberg, 2012 (Quelle: Susanne Wolkenhauer)




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Ausstellungsansicht, 'Pallasseum Portraits' im Rathaus Schöneberg, 2012 (Quelle: Susanne Wolkenhauer)



Auch in Zukunft offen für Vorschläge

Das Pallasseum stößt bis heute auf ein breites Publikumsinteresse und ist somit immer wieder Anlaßgeber für vielfältige Anfragen, es als bauliche Kulisse oder auch als inhaltlicher Ausgangspunkt für Projekte zu nutzen. Die Pallasseum Wohnbauten KG wird auch in Zukunft offen sein für Vorschläge, die den Bewohnern zugute kommen und die die Außenwirkung der Wohnanlage fördern helfen.